Und wie gehen Sie mit Ihrer Angst um?

Es gibt Stimmen – auch aus der Wissenschaft – so der Biophysiker Dieter Broers, der sich auf Erkenntnisse der NASA stützt, dass – neben der Polwanderung unserer Erde – auch Sonnenstürme Auswirkungen auf das Bewusstsein und somit die Psyche der Menschen haben. „An Tagen erhöhter magnetischer Aktivität kommt es zu vermehrter Aggressivität und Unruhe. Unsere bisher unterdrückten Naturbedürfnisse werden freigelegt – und erkennbar gemacht. Es existiert jedoch noch eine weitere psychische Auswirkung dieser besonderen geomagnetischen Schwankungen. Immer mehr (Feld-)Betroffene erfahren Inspirationen, die mit spirituellen Eindrücken einhergehen. Es sind die gleichen Geofeldschwankungen die bei anderen Personen zu negativen Symptomen führen.“
Hat es möglicherweise mit diesen geomagnetischen Schwankungen zu tun, so wie Broers schreibt, dass kein Tag vergeht, an dem uns nicht Nachrichten erreichen, die die Ängste in uns Menschen ansprechen und auslösen, sei es durch eine globalisierte Wirtschaft, durch die Migrationsbewegungen, durch akute Konflikte in der Welt, oder auch in unserer ferneren oder näheren Umgebung? Wir leben in einer Zeit, in der auch wir Bürger in unserem wohlhabenden Deutschland, immer weniger die Augen verschließen können vor den Nöten und den daraus entstehenden Begehrlichkeiten derer, die sich aufgrund menschenunwürdiger und lebensbedrohlicher Lebensumstände auf den Weg machen, in der Hoffnung auf Schutz vor Unterdrückung und Verfolgung und auf bessere wirtschaftliche Lebensbedingen .
Und welche Ängste werden durch diese aktuellen Entwicklungen in uns selbst berührt? Sind wir uns unserer Ängste bewusst? Vielleicht wurden wir bereits durch Lebenskrisen auf bestimmte Ängste gestoßen? Die Angst vor Verlust, dem Verlassen werden, die Angst vor dem Scheitern, Arbeitsplatzverlust, der Einsamkeit, dem Alter, Gebrechlichkeit, Existenzangst, vor Krankheit und Verarmung? Und wie ist unser Umgang mit der Angst? Können wir uns der Angst stellen oder vermeiden wir die Angst, lenken wir uns ab, wollen wir mit der Angst nichts zu tun haben?
Mit der Angst umgehen zu können, lernen wir nicht in der Schule. Die Angst gehört zu den am stärksten abgewehrten Gefühlen und je weniger wir sie bisher in unserem Leben wahrnehmen wollten, desto stärker kann sie uns in einer Krisensituation mit ungeahnter Stärke überfallen, ja überwältigen. In solchen Krisensituationen findet die Angst nicht selten in Krankheitssymptomen Ausdruck, wie Herzbeschwerden, Nacken-Verspannungen .Nervosität, innerer Unruhe, Schwindel, Schlafstörungen, Erschöpfung und Kraftlosigkeit, Gliederschwäche. Umgangssprachlich kennen wir die „Angst im Nacken“, „übel vor Angst“, „Angst raubt ihm den Schlaf“, “schlotternde Knie vor Angst“ „vor Angst versagte ihr die Stimme.“ Wenn wir Glück haben, konnten uns unsere Eltern vermitteln, dass Ängste zum Leben gehören und dass uns die Empfindung von Angst geholfen hat, als menschliche Rasse zu überleben. Angst verhilft uns, indem sie das Nervensystem zu vermehrter Wachsamkeit, Konzentration und Handlungsbereitschaft stimuliert und, sofern wir die eigenen Ängste kennen, kann sie uns auch zu einem mehr an Mitgefühl verhelfen. Die unterdrückte oder auch die nicht (bewusst) gehaltene Angst (wie auch Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Verzweiflung) äußern sich nicht selten in Aggression, Wut, verbalen und auch tätlichen Angriffen, wie wir es vermehrt in unserer gesellschaftlichen Realität erleben können.
Und dann gibt es eine Angst, deren Ursache für den/die Betroffene nicht erkennbar ist, die mit einem merkwürdigen –Gefühl in der Brust/Herzgegend oder mit Schwindel einhergeht , zusammen mit einer Beklemmung, die sich anfallsartig zeigt und sich in das Gefühl großer Panik steigern kann.
Die sogenannte Agoraphophie besteht in der Angst sich in bestimmten Situationen hilflos und überfordert zu fühlen und ist mit der Angst verbunden aus diesen Situationen nicht flüchten zu können. Für die Betroffenen sind es äußerst extreme innere Zustände, die sie veranlassen können, die auslösenden Situationen zu meiden, sich zurückzuziehen, im schlimmsten Fall, die Wohnung nicht mehr zu verlassen. Als Ursachen können sich hinter Panikattacken unterschiedliche Ursachen verbergen wie ein Hyperaktives Nervensystem, Hohe (perfektionistische) Ansprüche an sich selbst, körperliche Erkrankungen (z.B. Virusinfektionen können Angstzustände auslösen), niedriger Blutzucker, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hormonumstellung in den Wechseljahren.
Hinsichtlich posttraumatischer Symptome kam der Biophysiker, Mediziner und Psychologe Peter Levine darauf, dass posttraumatische Symptome eine durch Angst unterbrochene physiologische Reaktion sind. In seinem Buch Trauma-Heilung, Das Erwachen des Tigers, schildert er, wie sich Wild-Tiere in Gefahrensituationen verhalten. . Zunächst zeigen Tiere, wenn sie keine Möglichkeit haben zu entkommen, eine „Erstarrungsreaktion“. Sind sie außer Gefahr, schütteln sie die Nachwirkungen des Erstarrens ab und erlangen so die Kontrolle über den Körper zurück.
Die Entwicklung der posttraumatischen Belastungsstörung sieht Peter Levine darin begründet, dass das Eintreten in das Erstarren, das Verweilen darin und das spätere Wiederaustreten nicht zu einem natürlichen Abschluss gebracht werden konnte.
Peter Levine ist davon überzeugt, dass die vollständige Heilung eines Traumas nicht gelingen kann, wenn nicht gesehen wird, welch wichtige Rolle der Körper bei der Entstehung der Störung spielt, und wenn dieser nicht in den Heilungsprozess einbezogen wird
Hier liegt die Besonderheit dieser Methode. SE ist eine auf den Körper bezogene Methode, in der der Klient an jedem Punkt Eigenmacht und Kontrolle über sein Erleben und Empfinden hat. Dieses somatische Erleben ermöglicht eine sanfte, schrittweise Transformation des Traumas. . Eine mögliche Re-Traumatisierung wird dadurch vermieden. Die durch die Erstarrungsreaktion gebundenen Energien können befreit werden.
Uns durch „somatische Achtsamkeit“ besser kennenzulernen, Stärkung und Stabilisierung zu erfahren, ist auch möglich durch das praktizieren von Qi Gong und/oder den Weg der Meditation. Auch die Chinesische Medizin als ganzheitliche Medizin kann uns helfen – sowohl bei psychischen Themen, z. B. bei einer Angststörung als auch körperlichen Symptomen in eine innere Harmonie zurückzufinden.
Was meinen Sie dazu? Haben Sie Lust Ihre Erfahrung mit mir zu teilen?