Suchtakupunktur (NADA Protokoll)

Suchtakupunktur für Körper und Psyche

Akupunktur bei Abhängigkeitserkrankungen
(nach dem NADA-Protokoll, siehe unten)

Die Suchtakupunktur stellt für den Patienten die Möglichkeit dar, einen Heilungsweg ohne den Einsatz von Medikamenten zu beschreiten (sofern es die körperliche und geistige Verfassung des Patienten erlaubt). Heute blicken wir auf fast 40 Jahre Akupunkturerfahrung im stationären und ambulanten Entzug zurück.

Interessanterweise wurde diese besondere Wirkung der Akupunktur eher zufällig entdeckt: Der Neurochirurg Wen aus Hongkong hatte bei opiumabhängigen Patienten vor ihrer Operation statt einer Narkose oder zur Linderung ihrer postoperativen Wundschmerzen Akupunktur angewandt. Diese wunderten sich, dass sich keine Entzugsschmerzen und keine Nervosität einstellten und dass ihr Drogenhunger nachgelassen hatte. Wen ging diesem Phänomen nach und veröffentlichte 1973 seine systematischen Untersuchungen.

Was geschieht bei Anwendung der Suchtakupunktur mit Körper und Psyche?

  • Akupunktur senkt den Drogenhunger (craving) und erhöht erfahrungsgemäß erheblich die Haltequote im Entzugs- und Behandlungsprogramm.
  • Akupunktur nimmt positiven Einfluss auf die durch Drogen verstellten Regelkreise im physischen und psychischen Geschehen des Körpers.
  • Akupunktur fördert den Aufbau des Endorphinstoffwechsels.
  • Akupunktur reduziert allgemein Stress und Unruhe und fördert die psychosoziale und emotionale Balance. Schlafbeschwerden werden rascher behoben als durch medikamentöse Behandlung; die Entzugssymptomatik wird reduziert.
  • Akupunktur lässt sich ausgesprochen gut in ein Nachsorgekonzept (zum Beispiel nach stationärem Aufenthalt) integrieren, da mit ihrer Hilfe eine längerfristige Stabilisierung unterstützt werden kann. Durch eine Steigerung des körperlichen Wohlbefindens eignet sich Akupunktur zur Prävention und Rückfallprophylaxe.

In Verbindung mit einer Gesprächstherapie biete ich Ihnen die Möglichkeit des ambulanten Entzugs durch Suchtakupunktur (einschließlich der Möglichkeiten der Chinesischen Medizin mit Körperakupunktur und der Verabreichung Chinesischer Kräuter) nach dem NADA-Protokoll, sofern Ihre körperliche und geistige Verfassung dies zulässt und ein stationärer Aufenthalt nicht notwendig ist.

Wann kann mein Behandlungsangebot für Sie von Interesse sein?

  • wenn Sie entziehen wollen und aufgrund Ihrer eigenen Einschätzung (oder meiner oder der eines Arztes) keiner stationären Entzugsbehandlung bedürfen
  • wenn Sie spüren, dass Alkohol (oder Essen) zu Ihrem besten Freund/Freundin wird
  • wenn Sie sich wiederholt vorgenommen haben, auf Ihren bevorzugten Suchtstoff zu verzichten, aber ein Scheitern dem nächsten folgt
  • wenn Sie sich resigniert und hoffnungslos fühlen
  • wenn Sie beobachten, dass sich die Menge Ihres Konsums erhöht
  • wenn Sie immer wieder Erklärungen und Gründe finden, warum es gerade jetzt o.k. ist
  • wenn Sie Angst haben abzurutschen
  • wenn Ihr(e) Partner/in, Ihre Familie, Ihre Freunde Sie bereits angesprochen haben, wenn der Alkohol zum Problem wird
  • wenn Sie im Moment nicht wissen, wie Sie mit (unangenehmen) Lebenssituationen in anderer Weise umgehen sollen, als auf die von Ihnen bisher gewählte Weise
  • wenn Sie einen Schicksalsschlag erlitten haben und Alkohol (Essen) zu Ihrem Begleiter geworden ist
  • wenn Sie aus einer stationären Therapie kommen, einen Rückfall abwenden wollen oder nach einem Rückfall Unterstützung brauchen
  • wenn Sie motiviert und bereit sind, sich auf eine Zusammenarbeit einzulassen, die auf absoluter Ehrlichkeit und dem tiefen Wunsch nach Genesung beruht

Folgende Vorteile sprechen für einen ambulanten Entzug mit Akupunktur:

Sie können die Akupunktursitzungen und therapeutischen Gespräche Ihren Möglichkeiten entsprechend in Ihr Leben integrieren, ohne sich aus Ihrem beruflichen und privaten Kontext herausnehmen zu müssen.

Die das Suchtverhalten auslösenden inneren Konflikte und Situationen werden innerhalb des real gelebten Hintergrundes verstanden und neue Wege können beschritten werden (evtl. mit zusätzlichem Aufsuchen einer Selbsthilfegruppe).

Siehe auch: Suchtbehandlung und Therapeutisches Gespräch