Gesprächstherapie

Einsicht erleben.

Die tiefenpsychologisch fundierte und körperorientierte Gesprächstherapie hat das Ziel, dem Patienten Einsicht in die mit seiner persönlichen Entwicklungsgeschichte verbundene Symptomatik zu geben und in Verbindung mit einer positiven Beziehungserfahrung Heilung oder Besserung zu erreichen.

Bei dieser Therapieform werden die Symptome und Probleme des Patienten als Konflikte zwischen bewussten und unbewussten Persönlichkeitsanteilen betrachtet. Man geht davon aus, dass diese Konflikte im Umgang mit frühen wichtigen Bezugspersonen entstanden sind und in gegenwärtigen Beziehungen (auch zu der Person des Therapeuten) reinszeniert werden.

Der Therapeut gibt dem Klienten die Möglichkeit, die Beziehung im Sinne einer besseren Konfliktlösung zu verändern. Dazu werden die alten Beziehungserfahrungen zumindest tendenziell wiederholt, wodurch sie besser verstanden werden können.

Grundlage ist das Konzept der sog. „hilfreichen Beziehung“: Hier erhält der Patient durch die Person des Therapeuten einerseits professionelle Unterstützung und andererseits die Möglichkeit, aktiv an der Lösung der persönlichen Probleme mitzuarbeiten.nnBei der Bearbeitung der Konflikte geht es häufig um die Thematik der Abgrenzung und Durchsetzung eigener Bedürfnisse. Aktuelle psychische Konflikte können in Verbindung mit Kindheitserfahrungen verstanden werden – und Lebenseinstellungen können sich somit verändern.nnIn der Regel dauert eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie zwischen ½ und 2 Jahren mit einer Sitzung pro Woche. Hauptindikationen sind insbesondere Persönlichkeitsstörungen (frühe Störungen) sowie psychosomatische oder neurotische Krankheiten und Störungen.

Siehe auch: PaartherapiePsychotherapie und Traumatherapie